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Faszination Namibia

Hirsch-Symbol Besondere Wildarten und unberührte Landschaften

Unendlich wirkende, unberührte Natur Glückliche Jäger mit kapitalem Oryx-Bulle
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Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland und hat insgesamt 2 Mio. Einwohner. Allein diese beiden Angaben lassen die unendlich wirkende, unberührte Natur erahnen. Als ich das erste Mal in diesem tollen Land mit dem Pickup von Windhuk zu unserer Partnerfarm gefahren bin, konnte ich mich an der Schönheit und der Größe dieses Landes nicht satt sehen.

Neben der atemberaubenden Natur ist auch Windhuk eine gepflegte und sehr saubere Stadt. In den Fußgängerzonen herrscht - als ehemalige deutsche Kolonie - ein europäisches Niveau und die Einheimischen sind sehr modebewusst gekleidet. Allerdings sollte man nicht unbedingt die Touristenzonen verlassen. Es herrscht in Namibia eine Arbeitslosenquote von ca. 30% und es gibt kein soziales Auffangnetz. Deshalb muss man immer ein wenig auf der Hut sein, und auf seine Geldbörse oder auf den Fotoapparat gut Acht geben.

Hirsch-Symbol Ihr habt die Uhr und wir haben die Zeit

Verpflegung unterwegs auf der JagdGeselliges Zusammensein am Abend
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Auf unserer Farm Woltemade ist dann von dem Trubel der Großstatt überhaupt nichts mehr zu spüren. 300 Kilometer von Windhuk entfernt findet hier das afrikanische Leben statt, wie man es sich vorstellt. Man kann hier in aller Ruhe in den Tag hinein leben und am Abend mit einem kühlen Blonden am Lagerfeuer den Sun Downer genießen. Egal, ob man sich mit der Büchse oder dem Fotoapparat auf der Pirsch nach Oryx, Kudu oder Eland befindet, ob man faul am Pool liegt oder aktiv am Farmleben teilnimmt: man erlebt das afrikanische Lebensgefühl hautnah.


Die Afrikaner sagen zu den Europäern: „Ihr habt die Uhr und wir haben die Zeit.“ Am Anfang ist diese Lebenseinstellung für den einen oder anderen bestimmt schwer zu akzeptieren. Aber nach einer Eingewöhnungsphase tut der Wegfall von Stress und Druck einfach gut und hilft ungemein dabei, wieder Kraft für die nach dem Urlaub anstehenden Aufgaben zu sammeln. Wenn man in Afrika ist, lernt man loszulassen, und man konzentriert sich auf die einfachen, aber doch so schönen Dinge im Leben.

Hirsch-Symbol Mit dem Buschmann auf der Pirsch

PlatzhalterAbendstimmung in Namibia
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Das Jagen in Namibia unterscheidet sich aufgrund der Größe der Jagdgebiete, der vielen zu bejagenden Wildarten und der ständigen Präsenz von gefährlichen Raubtieren (wie Leopard, Gepard und zwei Hyänenarten) wesentlich von den europäischen Jagdgebieten. Es gibt natürlich immer die Gelegenheit an Wasserlöcher und Viehtränken auf stabilen Hochsitzen in Begleitung eines ausgebildeten Berufsjäger anzusitzen. Besonders in den trockenen Monaten sind diese Stellen für alle Wildarten ein Magnet und man hat die Möglichkeit richtig anzusprechen und gegebenenfalls einen sauberen Schuss anzutragen.

Doch wenn es die körperliche Konstitution zulässt, würde ich Ihnen unbedingt die Pirsch mit dem Buschmann empfehlen. Man fährt hier mit dem Pickup die Sandstraßen solange ab, bis man entweder ein passendes Stück direkt abspringen sieht oder eine passende Fährte im Sandboden findet. Und dann beginnt das eigentliche und so faszinierende Jagen in Afrika. Die Buschmänner folgen den Fährten mit einer Selbstverständlichkeit in allen Geländebedingungen und unter schwersten Voraussetzungen traumhaft sicher. Da könnte sich jeder Schweißhund bei uns eine große Scheibe abschneiden. Besonders auf den trockenen und heißen Sandböden und der Vielzahl an Fährten wäre hier für unsere vierläufigen Jagdhelfer schnell Schluss.

Es ist wirklich beeindruckend, mit welch scharfen Sinnen und mit welcher Erfahrung die Buschmänner die Natur lesen und damit dem Wild meistens überlegen sind. Auf der Pirsch ist es üblich, dass man im Buschland auf wenige Meter an die begehrte Trophäe herangebracht wird. Der Schuss ist dann oft nur noch nebensächlich - die eigentliche Herausforderung ist die Pirsch.

Ansicht FarmgebäudeEines der Schlafzimmer
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Ich selber bin mit meinem Buschmann Sari täglich vom ersten bis zum letzten Licht durch den Busch gepirscht. Ich durfte wahnsinnige Erlebnisse und Eindrücke mit ihm erleben und teilen. Natürlich waren die Pirschgänge vor allem zur Mittagszeit sehr anstrengend und ermüdend. Es gab auch bei mir Momente, an denen ich keinen Fuß mehr vor den anderen setzen wollte. Doch die unbeschreiblich vielfältige Natur mit Ihrer Vogel-, Reptilien- und Pflanzenwelt sowie den tollen Lichtspielen haben jederzeit für die schmerzenden Füße oder die sich aufgrund von Sonnenbrand schälenden Ohren mehr als entschädigt.

Ich war schon in vielen europäischen Ländern auf Jagdreisen unterwegs. Aber das, was ich in Namibia bei meinen Freunden erlebt und gelernt habe ist für mich unvergesslich und einzigartig. Ich habe einen großen Teil meines Herzen in Afrika gelassen und werde, so Gott will, noch sehr oft diesen Kontinent und meine Freunde in Namibia besuchen.


Es gibt einen afrikanischen Spruch über Touristen: „Wenn Du einmal hier warst und wieder kommst, wirst Du nie mehr gehen.“

Hirsch-Symbol Farm Woltemade und Familie Ritter

SalonGemeinsames Esszimmer
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Als ich in Deutschland Marion und Rolf Ritter kennenlernen durfte, fand ich beide auf Anhieb sehr sympathisch und warmherzig. Der erste Eindruck hat sich, wie so oft im Leben, als richtig herausgestellt und nach einem sehr geselligen Abend habe ich die Einladung auf ihre Farm Woltemade zwischen Okahandja und Otjiwarongo in Namibia voller Stolz angenommen. Rolf ist ein Farmer, der in der 3. Generation in Namibia das Land seiner Väter bewirtschaftet. Marion kommt gebürtig aus Dortmund und blieb nach dem Abitur - während eines Au-pair-Aufenthaltes - bei Rolf auf der Farm hängen und hat sich sowohl in ihn, wie auch in das Land, auf Anhieb verliebt. Jetzt sind die beiden schon 20 Jahre verheiratet und haben 4 gemeinsame Kinder.

Sehr kurzfristig fanden wir einen Termin für unseren Besuch: schon vier Wochen später saß ich mit meiner Frau im Nachtflug nach Namibia. Die Gastfreundschaft von Familie Ritter war unbeschreiblich herzlich und ehrlich. Während unseres Aufenthaltes wurde uns jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Es hat an nichts gefehlt und wir haben uns ab der ersten Minute wie zuhause gefühlt.

Die Gästelodges sind neu gebaut und lassen keine Wünsche offen. Der Stil ist typisch afrikanisch, die Betten sind wunderbar bequem, es gibt fließend Warm- und Kaltwasser und wir hatten keine Insekten im Zimmer. Zusätzlich gibt es einen neuen, großen Pool, der von den Gästen jederzeit genutzt werden darf.

Das Essen findet immer im Farmhaus mit Familie Ritter gemeinsam statt. Hier gibt es verschiedene afrikanische Gerichte und vor allem das so wunderbar schmeckende Wildfleisch. Ich habe noch nie zuvor so zartes und geschmackvolles Fleisch wie in Afrika gegessen. Das hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hirsch-Symbol Zahlen und Fakten zur Farm

Die Farm liegt ca. 300 Kilometer von Windhuk entfernt im unteren nördlichen Drittel von Namibia. Mit dem Auto benötigt man je nach Straßenverhältnissen ca. 5 Stunden bis Windhuk. Der Flughafen liegt dann nochmals 40 Kilometer östlich von der Hauptstadt. Die Farm hat eine Gesamtgröße von 50.000 ha auf denen sowohl die Jagd- wie auch die Viehzucht ausgeübt wird. Die Fleischproduktion mit freilebenden Rindern ist das Hauptstandbein der Farm.

In diese 50.000 ha ist ein Wildcamp mit ca. 3000 ha integriert. Dieses soll in nächster Zeit auf ca. 5.000 ha vergrößert werden. Hier können dann faszinierende Fotosafaris angeboten werden oder auch - in Ausnahmefällen - Jagdgäste auf besondere afrikanische Wildarten geführt werden. Da sich die Tiere im Wildcamp auch natürlich vermehren, muss hier regelmäßig jagdlich in den Bestand eingegriffen werden.

Familie Ritter beschäftigt auf Ihrer Farm 20 Mitarbeiter. Deren Aufgaben sind die Kontrolle der Rinderzäune, das Überwachen des Farmgeländes, das Führen von Jagdgästen und das Zerwirken der erlegten Wildtiere. Die Farm Woltemade verkauft das gewonnene Wildfleisch über mehrere Supermarktketten in ganz Namibia und hat mit dieser Vermarktungsstrategie Pionierarbeit geleistet.


In Kürze:

ca. 300 Kilometer von Windhuk entfernt im nördlichen Teil Namibias
50.000 ha Farmland für die Jagd- und Viehzucht
3.000 ha (demnächst 5.000 ha) Wildcamp
20 Mitarbeiter